Schicki micki | Mit der Taxi Limousine durch Leipzig

Wer hat, der kann

Wie oft fährt der Durchschnittsleipziger eigentlich Taxi? Klar überall sieht man sie stehen, selten auch mal eins vorbeirauschen. An Wochenend- und Feiertagen verhältnismäßig mehr. Denn wer genug Grips in der Birne hat, lässt ja bekanntlich das Auto stehen, bevor er sich auf den Weg zum wöchentlichen Feierabendbier macht. Und genügend von denen, trifft man des Nachts zusammengesunken in einer Ecke des Nightliner oder aller spätestens an der Endstelle wieder. Wieder andere, versuchen ihre Künste auf dem Zweirade des Nachts unter Beweis zu stellen, aber ob das der richtige Weg ist?

taxi leipzig

© Stephan Geyer

Taxi fahren fetzt

Taxi fahren gönnt sich doch eigentlich kaum einer mehr, oder? Wer lässt sich denn heut zu Tage schon noch gemütlich durch seine Heimat chauffieren? Liegt’s am Geld oder an der Vielzahl anderer Möglichkeiten in Leipzig ans Ziel zu kommen. Die rechte Nutzung erfährt der Taxiservice ja doch in aller erster Linie durch Besucher, Touristen und jene betuchte Menschen, die am Urlaubsort auf den Komfort der 4 Räder nicht verzichten wollen. Klar, dass da ein Taxi schon einmal wie gerufen kommt. Und überhaupt ist es doch eigentlich keine Schande, sich hin und wieder einmal zurückzulehnen und die Straßen vom Rücksitz aus an sich vorüber ziehen zu sehen. So sieht man doch gleich noch einmal so viel, als wenn man selbst am Steuer sitzt.

Winke winke, Pinke pinke

Fassen wir noch einmal zusammen. Taxi fahren fetzt und könnte man eigentlich viel öfter mal machen. Wäre da nicht immer das liebe Geld. Aber wenn man es doch sowieso schon einmal ausgibt, spielt vielleicht der eine oder andere Euro mehr auch nicht mehr so die entscheidende Rolle. Warum also nicht einmal einen Spaß machen und sich statt des Taxis gleich eine Limousine zu mieten? Dann kommt die hübsche Brünette aus der Distillery vielleicht doch mit nach Hause und überhaupt erübrigt das die Frage, wer noch so alles mit will.

Aber Spaß bei Seite. Was für den Otto-Normal Leipziger vielleicht ein Nice-to-have ist, nutzen andere als Selbstverständlichkeit. Zum Beispiel für den Transfer vom Hotel zum Leipziger Flughafen kann man unter www.blacklane.com/de den Chauffeurservice in der Taxilimousine für 31 EUR buchen. Denn so viel weniger bezahlt man dafür beim normalen Taxidienst auch nicht mehr. Nur dass man in der Limousine eben in der Limousine sitzt. Ätschibätsch. .

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10 Responses

  1. TaxiFredo

    Liebe Adelina ,
    vielen Dank für deine ehrliche und schnelle Antwort . Zum Thema Limousine noch ein brandaktuelles Anliegen . Momentan strömt ein Konzern aus Amerika namens Uber massiv auf den deutschen Markt . Dieser möchte gern weltweit agieren und das ortsansässige Taxigewerbe zerstören . Es hält sich an keinerlei deutsches Recht (z.b. Personenbeförderungsgesetz , Fahrzeuge ohne Bo-Kraft, Führerschein zur Fahrgastbeförderung… Steuergesetze!). Uber zahlt definitiv in Deutschland keine Steuern, da es den Sitz in Amerika hat. Gestern Nachmittag fuhr genau diese Truppe ( 10 Cadillac-Limousinen mit Züricher Kennzeichen ) am Hauptbahnhof vor und stellte sich mal eben zum Gruppenfoto ,wahrscheinlich zu Werbezwecken , vor dem Taxihalteplatz auf den Gehweg ! In Berlin hat ein Taxiunternehmer gegen Uber geklagt und durch das Kammergericht Recht bekommen. Uber macht aber vorerst weiter und behält ( Dank Google ,welches mit nicht mehr als 258 Mill.Dollar(!) an Uber beteiltig ist, einen langen Atem . Taxiunternehmer gegen Google/Uber. Das Problem für die Kundschaft ist,es besteht keinerlei Versicherung ,wenn man da mitfährt. Uber verkauft seine Fahrten per App nur an (Schein-)Selbstständige und diktiert den Fahrpreis. Das beinhaltet keine Insassenversicherung. Und genau da ist auch bei blacklane und wie sie alle heissen eine Grauzone. Aber das Schöne Neue lockt viele. Nicht zu vergessen,liebe Adelina , kämpft das Taxigewerbe momentan mit dem zum 1.01.2015 anstehenden Mindestlohn zu recht darum seine Fahrer anständig zu entlohnen. Auch hier dürfte sich die Spreu vom Weizen trennen und Taxiunternehmer mit einer gesunden Anzahl von Konzessionen, gut ausgebildeten , höflich ,gepflegtem Personal und sauberen Fahrzeugen werden überleben und 8,50€ auch zahlen können . Billigheimer , welche Fahrer auf ausgenuddelten Tourans 12-15 Std.am Tag zur Kundschaft rausschickt und trotzdem noch keine Gewinne erwirtschaften , geht es nun langsam an den Kragen . Genau diese fordern nun von der Stadt lauthals Tariferhöhungen . Ich sehe es als Bestrafung meiner Kundschaft an. Aber da wird noch abgestimmt .
    Wie jeder Kunde sein Taxi bestellt ,bleibt ihn eigentlich selber überlassen. Ich lebe hauptsächlich vom Flughafen-,und Bahnhofsgeschäft sowie eine handvoll Stammkunden. Ich benutze auch eine Taxiapp ,welche Fahrten über das Internet vermittelt . Ich seh das so, dass ich noch eine Weile arbeiten muss in meinem Leben und mich nicht allen verschliessen kann und möchte. Für den einen oder anderen Kunden ist es bequem per App zu bestellen und per Handy zu bezahlen (biete ich übrigens auch an!) und sie schätzen die Transparenz zu sehen, wer kommt, wer fährt , welches Fahrzeug und wann steht es vor der Tür. Oma Trude wird weiter bei der Zentrale ihres Vertrauens anrufen, aus Tradition und dem fehlenden technischen Geräten 😉 !Für mich ist es mit einem Fahrzeug und ohne Angestellte schlicht zu teuer mit 250,00€ monatl. Beiträgen mich einer Taxizentrale anzuschliessen. Das wären im Jahr 3000,00€ ohne das mir eine Fahrt vermittelt wurde. Die App dagegen kostet eine Vermittlungsgebühr nur, wenn ich eine Tour bekomme und diese auch stattfindet.Das muss jeder Unternehmer für sich entscheiden und jeder Kunde selber ausprobieren. Schildere Du mir doch aus deiner Kundensicht einfach mal , worauf Du bei der Dienstleistung Taxi wertlegst und was unbedingt besser werden müsste. Ich habe für sowas ein offenes Ohr und wer weiss ,…vielleicht sieht man sich ja am Taxiplatz mal! Bis dahin ,hab einen schönen Abend und liebe Grüsse
    TaxiFredo

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    • AndyU

      Irrtum! Wir haben P-Scheine und auch Konzessionen. Ihr ruiniert Euren Ruf jedoch selbst. Dreckige Autos, nach Qualm stinkend und teilweise pennerhafte Kleidung. Vom Fahrersitz aus die Kofferklappe öffnen, Türen aufhalten? Achwo!! …und wie Idioten auf den Straßen rasen. Nehmt Euch mal ein Beispiel an den Frankfurtern Taxlern. Die setzen jetzt auf Qualität…

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      • TaxiFredo

        …na wenn -IHR-(Uberfahrer) so viel besser seid, verrat mir bitte wie und wo ihr die Einnahmen versteuert?! Auf jeden Fall nicht in Deutschland. Und wer ein P-Schein hat , muss nicht mit seinem Privatauto (Schwarztaxi) fahren. Dafür gibt es übrigens das Personenbeförderungsgesetz . Was für Konzessionen habt ihr denn? Privatwagenkonzession ??? Mit der unterschiedlichen Qualität der Dienstleister geb ich dir (leider) z.Teil Recht. Jedoch hast auch du die freie Taxiwahl. Mein Tipp: ist das Fahrzeug soweit okay,auch im vorderen Fahrgastfussraum schauen. Da sammeln manche Fahrer ihren Tagesabfall. Man muss aber nicht den ersten in der Schlange nehmen. In Leipzig stehen die besten Taxis am Flughafen ,hab ich festgestellt. Ich habe auch einige Stammkunden durch Freundlichkeit und Kredit-,EC-Kartenakzeptanz gewonnen.Diesen Kundenstamm betreue ich besonders (z.b. Fläschen Wasser,Saft oder Sekt, Gepäck u. Besitzer bringe und hole ich von der Wohnung, Bahnsteig oder Flughafenankunft ab ).Das bieten Schwarztaxifahrer auch nicht. Türenaufhalten ist Situationsabhängig. Der 18-jährige der Samstag zur Disco will möchte sowas garnicht. Bei den Damen ist es für mich selbstverständlich. Übrigens sind meine Kunden während der Fahrt auch versichert…sollte mal was passieren. Alle 2 Jahre absolviere ich ein Fahrtraining und habe eine defensive Fahrweise, nicht nur,weil ich den Wert meines Taxis kenne, auch als Wertschätzung meiner Kundschaft gegenüber. Es gibt also auch in Leipzig Unterschiede. Gern kannst du meinen Service testen?! In Frankurt hatte ich bisher nur am Flughafen das Taxitreiben beobachtet und muss sagen: 50:50 -München ist da besser. Zumindest am Airport. Mein Servicegedanken habe ich mir aber in Wiesbaden ageschaut. Schau dir mal die Seite http://www.taxisantos.de de an . Okay,am Fahrzeug arbeite ich noch. Bis dahin….

      • AndyU

        Hallo Taxifredo, selbstverständlich führen Uberfahrer wie du brav die Steuern ab.
        Einnahmen bei Uberfahrern sind nachvollziehbar, bei Taxen nicht. Es werden durch Taxen dem FA jährlich mindestens 1,5 Milliarden Steuergelder unterschlagen. Geht bei Uber nicht, da nur Kartenzahlung.
        Viele Taxifahrer lehnen Kunden mit Kartenzahlen ab. Warum wohl?
        Uber und Co werden sich etablieren und die Karten im Tranportmarkt neu mischen.
        Ich fahre sehr gerne mit einer Taxialternative… 😉

  2. TaxiFredo

    Liebe Adelina ,
    schön dass Sie im 1.Teil Ihres Beitrage versuchen,das Leipziger Taxigewerbe in ein glänzendes Licht zu rücken. Aber wieso zerstören Sie dies dann im 2.Teil direkt wieder? Als selbstständiger Taxiunternehmer in Leipzig legen Sie mir damit direkt den Finger in eine sich auftuende Wunde!!! Blacklane ist eine Art Mietwagen welche durch Fahzeugverleihfirmen wie Hertz und Autohersteller wie Mercedes in unvorstellbarer Grössenordnung gefördert wird. Diese Fahrer der Limousinen besitzen zum Teil weder einen Personenbeförderungsschein noch einen abgeschlossenen Ortskundelehrgang. Fraglich ist noch dazu, ob der Fahrgast ausreichend versichert ist. Und ob es sich um Angestellte oder Selbststaändige Fahrer handelt. Qualitätsmässig und vom Erscheinungsbild ist nun natürlich das Taxigewerbe im Zugzwang. Ich fahre nun ein überdurchschnittlich gepflegtes Taxi und biete alle möglichen Kartenzahlungen und Abrechnungen mit Krankenkassen sowie Deutscher Bahn an ,jedoch ist das Taxi immer nur die -2.Wahl-!
    Aber um Ihnen etwas zu verdeutlichen :
    Geben Sie doch in der Blacklane-Berechnungstabelle mal ein,dass Sie am 01.01.2015 vom Leipziger Hauptbahnhof zur Nürnberger Strasse 35 gefahren werden möchten. Das Taxi kostet Sie keine 10,00€ …Blacklane lässt sich das mit mindestens 32,80€ bezahlen !
    Aber is ja Silvester…da ist dann für 3 Stunden das Gejammere bei der Bevölkerung gross,dass es zu wenig Taxen in Leipzig gibt.
    Damit will ich verdeutlichen ,dass Taxis eine Ergänzung zum ÖPNV sind und 24 Std. am Tag ,365 Tage im Jahr zu einem festgelegten Tarif jedem Bürger der Stadt und ihren Gästen individuell zur Verfügung stehen. Bestellbar auf verschiedenste Art und auch am Halteplatz(Mietwagen müssen nach jeder Tour zurück zum Betriebssitz und dürfen sich nirgendwo bereithalten für neue Aufträge!!!) Da hat übrigens immer der Kunde die Wahl in welches Taxi er steigt. Auch Sie können in eine gepflegte Taxilimousine steigen . Aber die wenigsten Kunden legen darauf tatsächlich Wert , glauben Sie mir dies bitte . Viel mehr Vorteile als die schwarze Farbe , das Sacko und den Schlips ergeben sich für mich also nicht und es lässt vermuten , dass auch Ihr Beitrag ,liebe Adelina, nur von Blacklane erkauft wurde 🙁 ! L.G. Taxifredo

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    • Leipzig leben

      Hi lieber Taxifredo,

      vielen Dank für deine ausführliche Nachricht und die sehr verständliche Schilderung deiner Situation. Keinesfalls möchte ich den ansässigen Taxiunternehmern hier auf die Füße treten. Mir liegt es lediglich nahe, wenn ich etwas für mcih persönlich interessantes und spannendes entdecke, das nach außen zu tragen. Und meine erste Bekanntschaft in so einer Limousine “Taxi” zu fahren, fand ich schon ganz schön abgefahren und unverhofft. Daher wollte ich es verbloggen. Ein anderes Taxithema, was noch in der Halde schlummert sind die diversen Taxi-Apps, die Taxi-Nutzern auch erheblich behilflich sein können. Wie ist denn hierzu deine Meinung und Erfahrung? Keineswegs möchte ich jedenfalls die normalen Taxen degradieren. Mir war nur die Besonderheit dieser Geschäftsidee ins Auge gefallen und entsprechend bewähren sich gute Ideen eben auch oder bleiben in den Köpfen hängen …

      Beste Grüße,

      Adelina

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