Tagung Jüdisches Leben
© Aleksandar Zograf

Internationale Tagung zu jüdischem Leben in Leipzig | 17./18.06.2026

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Wie erinnern Gesellschaften an jüdisches Leben – und welche Rolle spielt diese Erinnerung heute für Europa? Genau diesen Fragen widmet sich im Juni 2026 eine besondere internationale Tagung in Leipzig.

Unter dem Titel „Die Welt ist in uns. Jüdisches Leben zwischen Thessaloniki, Skopje und Sofia“ kommen Wissenschaftler:innen, Kulturschaffende, politische Akteur:innen und Initiativen zusammen, um über Geschichte, Gegenwart und Zukunft jüdischen Lebens in Südosteuropa ins Gespräch zu kommen.

Zwischen Erinnerung, Identität und europäischem Dialog

Die Tagung rückt einen oft wenig beachteten Teil europäischer Geschichte in den Fokus: die jüdischen Gemeinden in Bulgarien, Griechenland und Nordmazedonien. Über Jahrhunderte hinweg waren sie eng mit der oströmischen und osmanischen Geschichte der Region verbunden und prägten kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen maßgeblich mit.

Doch die Shoah zerstörte große Teile dieses Lebensraums und hinterließ tiefe Brüche in den Gesellschaften Südosteuropas. Heute wächst gleichzeitig das Bewusstsein dafür, jüdische Geschichte sichtbarer zu machen und aktiv in gesellschaftliche Debatten einzubeziehen. Genau hier setzt die Leipziger Tagung an: Sie möchte Verbindungen schaffen – zwischen Ländern, Perspektiven und Generationen.

Internationale Gäste und vielfältige Perspektiven

An zwei Tagen erwartet Besucher:innen ein vielseitiges Programm mit Gesprächsrunden, Dialogformaten, künstlerischen Interventionen und Möglichkeiten zur Vernetzung. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach jüdischer Identität, Erinnerungskultur und Antisemitismusprävention – aber auch die Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement und europäischer Zusammenarbeit.

Dabei geht es nicht nur um historische Rückblicke, sondern auch um aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen: Wie verändert sich der Blick auf jüdisches Leben heute? Welche Verantwortung tragen Städte, Institutionen und Bildungseinrichtungen? Und wie können internationale Partnerschaften helfen, Erinnerungsarbeit lebendig zu halten?

Leipzig im Zeichen jüdischer Kultur

Dass die Tagung in Leipzig stattfindet, ist kein Zufall. Die Stadt ist Partnerstadt von Thessaloniki und steht 2026 besonders im Zeichen jüdischer Kultur. Anlass dafür ist das sächsische Themenjahr „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“, das zahlreiche Veranstaltungen, Projekte und Begegnungen ermöglicht.

Mit dem Neuen Rathaus Leipzig als Veranstaltungsort entsteht ein offener Raum für Austausch, Diskussion und neue Perspektiven auf europäische Geschichte und Gegenwart.

© Aleksandar Zograf

WANN? WIE? WO?

„Die Welt ist in uns.
Jüdisches Leben zwischen Thessaloniki, Skopje und Sofia“

Wann? 17.06.–18.06.2026
Wo? Neues Rathaus Leipzig
Mehr Infos? https://www.bpb.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/578022/die-welt-ist-in-uns/

Mehr spannende Veranstaltungen, Ausstellungen und kulturelle Impulse findet ihr übrigens auch in unserer Kategorie rund um Kultur in Leipzig.

Teilnahmegebühr: Der Eintritt ist frei.
Aufgrund der begrenzten Raumkapazität wird um Anmeldung gebeten.

Die Veranstaltung findet auf Englisch mit Simultanverdolmetschung ins Deutsche sowie teilweise auf Englisch ohne Simultanverdolmetschung statt.

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