GEGENkino – Festival für cineastische Gegenbewegungen

Licht aus, Augen auf – das Filmfestival GEGENkino ist ein seit 2014 jährlich stattfindendes, internationales in Leipzig. Noch bis zum 22. April könnt ihr im UT Connewitz, im Luru Kino, in der Spinnerei, in der Schaubühne Lindenfels, der Pracht und der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) Filmvorführungen besuchen.

Das Kollektiv hat es sich zur Aufgabe gemacht, Filme auf ihre ästhetischen Audrucksmöglichkeiten hin zu befragen, übersehene Schätze des Weltkinos nach Leipzig zu bringen und widerständigen Raum auf der Leinwand zu bieten. Festgefahrene Sehgewohnheiten wollen mit ungewöhnlichen Wahrnehmungen herauszufordert werden.

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Cineastische Grenzüberschreitungen

Beim Filmfestival GEGENkino geht es in verschiedener Wiese um cineastische Grenzüberschreitungen. Gezeigt werden Filme, die sich vom klassischen Mainstream- und Programmkinoprogramm ästhetisch, erzählerisch oder auf welcher Weise auch immer abheben.

Ihr seid neugierig, das Streitbare mit dem Lustvollen zu vereinen? Eure Augäpfel massieren zu lassen? GEGENkino bringt eure vom monotonen Filmeinerlei schlaffen Synapsen zum Glühen: denn Kino kann mehr als sein Publikum mit der tausendfach variierten Abwandlung des Alltäglichen zu ermüde!
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Was euch bei GEGENkino erwartet

GEGENkino will anregen, erregen, aufregen – und zwar da, wo sich Film mit allem verdichtet (immer, bei Sonne, bei Regen, an Feiertagen): im Dunkeln, im Kino! Das Festival für cineastische Gegenbewegungen versammelt die wunderbaren Arbeiten ganz verschiedener KünstlerInnen – und macht erstmals auch kleine GEGENkinder mit dem GEGENkino vertraut.

Das Festival zeigt zwölf volle Tage Programm und frischt Leipzig über Ostern ein bisschen auf. Wer genug vom Eiersuchen hat, bekommt hier noch ein paar triftige Argumente, ins Kino zu gehen:
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Flackernde Bilder | Flackerndes Erinnern

Die erste Hälfte der sechsten Ausgabe des GEGENkino-Festivals in Leipzig ist schon fast vorbei. Und während die Freude über die vielen interessierten Menschen in den Kinosälen noch anhält, wird gleichzeitig schon den kommenden Programmpunkten entgegengefiebert.

Als kleinen Ausblick in die zweite Spielwoche des Festivals findet ihr hier die Programmpunkte vom 18. bis zum 22 April.

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Programm GEGENkino #6 | 11.-22. April 2019 in Leipzig
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FILMVORFÜHRUNGEN
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L’ÉPOQUE

Paris zwischen 2015 und 2017. Verloren zwischen Gegenwart und Zukunft lotet eine junge Generation ihre Ziele aus, aber stellt sich auch den Verwerfungen der alten Generation.
18.04., 22 Uhr, Schaubühne Lindenfels
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THE WATERMELON WOMAN

Philadelphia in den 90ern. Die junge Filmemacherin Cheryl begibt sich auf die Suche nach der Watermelon Woman und findet dabei jede Menge über sich selbst heraus. Begleitet von einer Lecture von Natascha Frankenberg.
19.04., 19 Uhr, Schaubühne Lindenfels
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“MIR IST ES EGAL, WENN WIR ALS BARBAREN IN DIE GESCHICHTE EINGEHEN”

1941 fallen diese Worte im rumänischen Ministerrat und veranlassen eine Reihe ethnischer Säuberungen. Radu Jude folgt den Spuren mit der Kamera und entwirft ein dokumentarisches Kaleidoskop über das Rumänien der Gegenwart und die Schattenseiten beschädigter Menschlichkeit.
19.04., 22 Uhr, Schaubühne Lindenfels
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DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN

Das melancholische Mädchen sucht sich selbst, driftet umher und begegnet dabei lauter vorformulierten Wahrheiten, die sich im Verlauf des Films selbst demontieren. In Anwesenheit der Regisseurin Susanne Heinrich.
20.04., 20 Uhr, Schaubühne Lindenfels
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BÊTES BLONDES

Ein absurd-witziger Trip durch den Tag der Hauptfigur Fabien. Der gute Geschmack kann warten. Stattdessen bewegen wir uns an den Grenzen dessen und haben dennoch unseren Spaß!
20.04., 22 Uhr, Schaubühne Lindenfels
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HOMMAGE: SALOMÉ LAMAS

Zweiter Teil der HOMMAGE an die junge portugiesische Filmemacherin Salomé Lamas. Wir zeigen die Filme EXTINCTION und ELDORADO XXI.
21.04., ab 20 Uhr, Schaubühne Lindenfels
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HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT

Thomas Heises Collage aus dem Erbe der eigenen Familie spannt den Bogen über vier Generationen, von der Nazizeit bis in die Wirren der Nachwendezeit. Ein konzentrierter Blick, der zeigt, wie Biographien entstehen.
In Anwesenheit des Regisseurs Thomas Heise, im Gespräch mit Claus Löser.
22.04., 16 Uhr, Schaubühne Lindenfels

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VIDEOKUNSTAUSTELLUNG

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FLACKERND DURCHS ERINNERN in der Schaubühne Lindenfels!
Donnerstag, 18.04. bis Sonntag, 21.04.

Eröffnungsabend am 18.04. ab 18 Uhr mit BIG BANG BACKWARDS (19 Uhr), RE.ACT.FEMINISM #2 (20:30 Uhr) und Arbeiten u.a. von Gabriele Stötzer, Susann Maria Hempel, Filipa César, Clarissa Thieme, Ludwig Harig sowie dem Kollektiv der Raumerweiterungshalle.

PODIUMSDISKUSSION zu FLACKERND DURCHS ERINNERN – Welche Macht steckt in Archiven, wie beeinflussen sie aktuelle Diskurse und welches Gestaltungspotenzial besitzen sie?
Eine Diskussion mit Simon Rothöhler, Gabriele Stötzer und Dennis Vetter.
20.04., 18 Uhr in der Schaubühne Lindenfels

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IM GESPRÄCH

Gabriele Stötzer und Claus Löser – Gabriele Stötzer führt durch ihre in der GfZK temporär ausgestellten Arbeiten und wird danach mit Archivar, Kurator und Filmhistoriker Claus Löser ausgewählte Beispiele des Archivprojekts ex.oriente.lux kommentieren.
21.04., 17 Uhr in der GfZK

 

 

Wann? Wie? Wo?

GEGENkino Leipzig
11. bis 22. April  2019

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