Kulturgesichter Leipzig | (Wo-)Menpower Behind The Scenes

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Am 18. Dezember 2020 startete die Kulturgesichter Leipzig Kampagne mit ihrer einfühlsam, ehrlichen und nicht minder bitteren Portraitreihe. Im Bild manifestiert wurden seither Kulturschaffende aus Leipzig in ihrer erheblichen Bandbreite. Gezeigt werden existenziell stark bedrohte Gesichter neben, hinter und auf den Bühnen, um mit aller Deutlichkeit das zur Zeit Unsichtbare sichtbar zu machen und die mehr als notwendige Beachtung für eine Branche zu forcieren, die durch die Pandemie existenziell so stark bedroht ist, wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig in Deutschland.

 

Ein aufsehenerregendes Projekt

Die Branche hat nicht nur in Leipzig eine enorme Wirtschaftskraft, die über Jahrzehnte sehr viel Steuergeld in die kommunalen Kassen eingezahlt hat und damit weit mehr als nur die Kultur der Stadt am Leben hält. Doch bald haben diese Existenzen ein Ende. „Ohne uns ist’s und bleibt‘s dann still“ – in Leipzig, und weit darüber hinaus …

Um also damit anzufangen, den Unsichtbaren ein Gesicht zu geben, stelle ich heute das Team hinter diesem würdevollen Projektes ins Rampenlicht, um sie anschließend mit Fragen zu ihrem aufsehenerregenden Projekt zu löchern.

Ein riesengroßer Dank an:
Dennis Baumann // Florian Dietze // André Schirmer // Marie-Luise Reber // Enrico Meyer
(siehe die Kulturgesichter im Headermotiv)


 

INTERVIEW

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Wie viele Leipziger Kulturgesichter standen bereits vor eurer Linse – und werden es noch mehr?

Bisher konnten wir schon knapp 280 Kulturgesichter fotografieren. Zudem wird es am 05.03.2021 noch ein weiteres Shooting geben. Am Ende werden es wohl knapp 380 Kulturschaffende – die für noch viel mehr Kulturgesichter stehen in Leipzig.


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Wer durfte mitwirken – und viel spannender: wer durfte nicht mitwirken?

Wir wollen ja all die Gesichter vor, hinter und neben der Bühne zeigen. Daher haben wir neben vielen Künstlern u.a. auch Techniker, Caterer, Eventmanager aus ganz Leipzig fotografieren dürfen. Die Vielfalt ist dabei wirklich toll, aus der Hochkultur, wie auch aus der Freien Szene. Von Dürfen kann man hier auch nicht sprechen, eher „wer wollte mitwirken“ und da war die Beteiligung wirklich überragend.

 

Was war eure Erwartung/Hoffnung an das Projekt?

Ansinnen war es vor allem Sichtbarkeit und Beachtung für unsere Branche zu erreichen, die durch die Pandemie so stark bedroht ist, wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig in Deutschland. Wir wollen zeigen, wie vielfältig die Branche ist und viel viele davon betroffen sind.

Zudem möchten wir auch zeigen, dass wir nicht Teil des Problems sind, sondern Teil der Lösung. Wir wollen ein Bewusstsein für die Branche schaffen, sowohl bei der lokalen Politik, aber auch und vor allem bei der breiten Bevölkerung. Wir lieben ja alle unseren Job, der oft mehr als das ist – er ist Leidenschaft. Daher wünschen wir uns auch, dass wir gehört und ernst genommen werden. Auch in Zukunft. Wir wünschen uns da mehr Mitsprache, vielleicht auch als beratendes Gremium, das für alle Bereich der Kultur spricht und daraus besteht.

 

Womit hättet ihr am wenigsten gerechnet? Bzw. was hat euch am meisten im Projektverlauf überrascht?

Ich denke hier kann man ganz klar sagen, die überwältigende Nachfrage für das Shooting und das positive und tolle Feedback von allen zur Aktion. Wir konnten tatsächlich nicht alle fotografieren, da die Kapazität begrenzt waren, auch durch die Corona-Bestimmungen. Aber wir arbeiten weiteren daran.

Zudem waren ganz viele regionale Unternehmen bereit uns zu unterstützen. Das ist toll. Darunter das urbanite, die Leipziger Verkehrsbetriebe oder auch die LVZ, der SachsenSonntag und alle sächsischen Radiosender. Um nur einige zu nennen. Dafür sind wir sehr dankbar.
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Ein neugieriger Blick hinter eure Kulissen:

 

Wann und warum endet euer Projekt? Oder optimistischer gefragt: wie wird es weitergehen?

An ein Ende ist nicht zu denken, noch sind wir ja mitten drin in der Pandemie und so ein richtiges Licht am Ende des Tunnels fehlt noch. Daher machen wir weiter. Wir haben schon viel erreicht und planen aktuell an noch weiteren Aktion, auch gemeinsam mit den anderen Kulturgesichtern in Sachsen. Der Jahrestag des Veranstaltungsverbot naht, wo wir an einer großen Aktion arbeiten. Zudem möchten wir zeigen, wie individuell jedes Kulturgesicht in Leipzig das letzte Jahr erlebt hat.

Auch die Leipziger können sich beteiligen. Unter der Aktion #firstin365 und #LIVElos können sie ihr Kultur-Erlebnis aus den letzten Jahren in den sozialen Medien posten. An den beiden Aktion sind die Alarmstufe Rot und auch die Arenen in Deutschland beteiligt und wollen damit auf den Jahrestag des Veranstaltungsverbots hinweisen im März 2021. Jeder kennt ja auch jemanden, der betroffen ist. Zeigt uns und der Welt wie wichtig euch die Kultur in ihrer Vielfalt ist.

 

KULTURGESICHTER LEIPZIG

Instagram:       www.instagram.com/kulturgesichterleipzig
Website:           www.kulturgesichterleipzig.de
Mail:                  info@kulturgesichterleipzig.de

Alle verwendeten Fotos & Grafiken //  © Kulturgesichter Leipzig

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