Leipziger TanztheaterWochen
Andrej Krementschouk

Leipziger Tanztheaterwochen | 23.09.-13.10.2022

Adelina Horn Creative Head

Das Leipziger Tanztheater feiert Tanz und Dialog in einem facettenreichen Programm.

Die Einzelnen inmitten der Vielen, die Verbindung von Tanz und Malerei, das Mehr vom Weniger, das Glück im Leid. All das ist Tanz, all das zeigt sich zu den Leipziger Tanztheaterwochen (LTTW), die in diesem Jahr ihr 10. Jubiläum feiern.

Andrej_Krementschouk
OR | Öncü Gültekin

Das Leipziger Tanztheater zwischen Tanz und Dialog

Die ChoreografInnen und TänzerInnen des Leipziger Tanztheaters (LTT) erforschen das vielfältige Themenspektrum im und mit dem Tanz und eröffnen ihren ZuschauerInnen ganz neue Sichtweisen. Bespielt werden die Bühnen des Werk 2 und der Schaubühne Lindenfels.

„Wir sind hoch motiviert und ebenso glücklich darüber, unserem Publikum in diesem Jahr wieder ein facettenreiches und tiefgründiges Programm aus Tanz und Dialog zu präsentieren und in unserem 10-Jährigen die freie Leipziger Kunst- und Kulturszene wieder lebendig zu gestalten und aufblühen zu lassen“,

LTT-Geschäftsführer Gundolf Nandico
OR | Leipziger Tanztheater
OR | Leipziger Tanztheater

Der Blick auf ein facettenreiches und tiefgründiges Programm

Im Tanztheaterstück „OR“, das zu den 10. LTTW seine Premiere in der Schaubühne Lindenfels feiert und gleichzeitig deren Auftakt markiert, inszeniert die Hamburger Choreografin Patricia Carolin Mai gemeinsam mit 16 TänzerInnen der Company ein eigensinniges Corps de Ballet – eine Hommage an die Vielfalt als auch an die Individualität des Menschen und letztendlich an das menschliche Miteinander.

„In meinen Stücken arbeite ich auch oft mit Menschen zusammen, deren Beruf ein anderer ist, als der Tanz. Ungeachtet der Berufsbiografien meiner Begleiter*innen untersuche ich die Motivation von Menschen, zusammenzukommen – ob auf der Bühne, oder im ideellen Sinne“

Patricia Carolin Mai

Leipziger Tanztheater Nachwuchstalente im Werk 2

Im Werk 2 sind die aktuellen Tanztheaterstücke der LTT-Nachwuchstalente zu erleben, die bereits im Juni einem begeisterten Publikum im Schauspiel Leipzig erstaufgeführt wurden: In „WELLENLÄNGE“ geben sich die TänzerInnen der Juniorcompany der Älteren dem Spiel aus Licht und Farben hin. Auch hier, in der Choreografie von Marie Haußdörfer ist es die Vielfalt verschiedener Bewegungen, die letztlich zu einem überdimensionalen Gemälde zusammenfließen.

Die Juniorcompany der Jüngeren geht derweil mit Choreografin Maria Seidel auf „SINNESREISE“, schafft ein Bewusstsein der Sinne und ihrer Wichtigkeit im Leben eines Einzelnen. In der Choreografie von Brit Böttge geben die jungen TänzerInnen der Zufriedenheit des Besitzlosen eine kreativ-tänzerische Form in der am Märchen „Hans im Glück“ angelehnten Inszenierung „OHNE.VIEL.MEHR.

Über die Grenzen der Bühne hinaus

Tanz und Dialog finden aber nicht nur auf der Bühne statt. Im Film „DAS GLÜCK ZU LEBEN – THE EUPHORIA OF BEING“ dokumentiert die ungarische Regisseurin und Choreografin Réka Szabó die Entstehung einer Performance, in der die 90jährige Eva Fahidi, Überlebende des KZ Auschwitz, ihrem Leben und Schicksal im dialogischen Prozess mit einer jungen Tänzerin Ausdruck verleiht.

Leipziger Tanztheaterwochen
Das Glück zu leben

Beim „HERBSTINTERMEZZO“, können sich interessierte TänzerInnen und Bewegungsbegeisterte verschiedener Altersgruppen dann selbst mit dem Tanz und der eigenen Körpererfahrung auseinandersetzen. In der offenen Workshop-Woche nähern sich die ChoreografInnen des LTT zusammen mit den Teilnehmenden den Themen Bewegung und Tanz auf ganz unterschiedliche Weise – von Yoga über Kontaktimprovisation bis hin zu fantasievollen Motiven, die tänzerisch ausgelotet werden.

Das Glück zu leben
Herbstintermezzo | oTTo

WANN? WIE? WO?

10. Leipziger Tanztheaterwochen (LTTW)
23.09. bis 13.10.2022
Schaubühne Lindenfels, Werk 2, Leipziger Tanztheater
www.leipzigertanztheater.de

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