Viertelrausch | Leipzig hat viele Gesichter

Alle guten Dinge sind 3. Und wenn drei Mädels sich 3 mal treffen, danach in den Arm nehmen und beschließen, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, klingt das nach einer vielversprechenden neuen Stadtbekanntschaft. So ging es mir beim Kennenlernen von Sandra und Katharina – dem schwungvollen Duo hinter Leipzigs neuem Onlinemagazin Viertelrausch.

Nagut, eigentlich hatte ich die Mädels schon ein ganzes Stückchen eher auf dem Schirm. Nämlich ziemlich genau seit dem 7. Januar 2015. Denn der Auftakt meiner diesjährigen Blogparade „Leipziger Lieblingsblogs“ fiel passenderweise genau mit der Geburtsstunde des neuen Projektes zusammen. Keine Woche alt und schon die ersten Fans, Empfehlungen aus erster Hand und Lobeslieder soweit das Auge reichte. Nicht nur ein Grund also, da einmal ein bisschen genauer hinzuschauen.

viertelrausch blog
  viertelrausch
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Speeddating mit Sandra & Katharina

Verfolgt vom Regen trafen wir uns wiederholt auf dem Spielplatz meines Vertrauens, um einander mit Fragen zu löchern und ein paar Beweisfotos zu knipsen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich als alles andere als ein Kinderspiel gestalten würde, auf die ausgeklügelten Fragen der beiden auch ausgeklügelte Antworten aus der Hüfte zu schütteln.

Schon bei der ersten Konfrontation mit dem Diktiergerät spüre ich, wie mein Kopf beginnt in zwei verschiedene Richtungen zu hüpfen. Die eine Hälfte, die sich darum sorgt, wie ich um Himmels Willen all meine konfusen Gedanken in nur einem Take für alle Welt begreiflich zu machen soll und die andere Hälfte, die verkrampft versucht dem thematischen roten Faden zu folgen. Oder versucht ihr mal einer wildfremden Person ad hoc innerhalb von 2 Minuten zu erzählen, was ihr an unserer vielmals kritisierten Gesellschaft verändern würdet, wenn ihr könntet.

Und ja, da wären wir nämlich auch schon bei der spannenden Seite des Projektes – nämlich der Seite selbst – angekommen.

Viertelrausch Sandra und Katharina

Katharina von Viertelrausch

Viertelrausch interview.

Stadtteilhopping, fertig, los!

Was irgendwie ein bisschen schnelllebig und vergänglich klingt, ist in Wahrheit alles andere als das. Mit diesem Blick hinter die verschiedenen Fassaden der Leipziger Großstädter zeichnen Sandra und Katharina ein zeitloses Portrait unserer Stadt. Mit gefühlvollen Fotoserien in schwarz-weiß, spannenden und tiefgreifenden Fragen über die einzelnen Personen, Erfahrungen, Erlebnissen und Ansichten erfahren wir weit mehr über die Protagonisten selbst, als wo sie sich am liebsten aufhalten.
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Mit Köpfchen und Herzchen

Wie ein Herz und eine Seele ergänzen sich die hübschen Großstädterinnen in ihrer Zusammenarbeit. Und nach nur 2 Monaten der gemeinsamen Praxis sind die beiden schon wahnsinnig euphorisiert von so viel Spannung, die das Projekt mit sich bringt. Ihr Hobby zum Beruf zu machen, zeigen zu dürfen, was sie können und damit auch anderen eine Bereicherung zu sein, das ist ihr langfristiger Traum. Kein Wunder also, dass so viel Liebe im Design, Detail und Konzept des jungen Projektes schlummert. Hier erwarten uns noch so einige Überraschungen! Und das Beste: Jeder der Bock hat, kann Bestandteil des Ganzen werden. Die Mädels freuen sich über jede Mail und garantieren: Jeder, der etwas zu sagen hat, kommt bei uns auch zu Wort.

Aber nun mal Butter bei de Fische. Was passiert wenn man den beiden sonst so schlagfertigen Mädels selbst einmal das Mikrofon unter die Nase hält und sich Antworten auf die Fragen erhofft, mit denen sie sonst ihren Opfern zu Leibe rücken. Ich habe mir einmal die aus meiner Sicht spannendsten Fragen herausgepickt und sie mit diesem Selbsterxperiment konfrontiert.

Viertelrausch

Viertelrausch Stadtblog

Liebe Sandra, stell dir vor, du hättest alle Möglichkeiten der Welt und müsstest keine Konsequenzen für dein Handeln tragen. Was würde für dich das größte Glück bedeuten?

“Die Frage: “Woraus schöpfst du Kraft” wäre leichter gewesen. 😀 Ich glaube im Moment läuft’s für mich gerade richtig gut hier in Leipzig, weil ich vorher in einer anderen Stadt gelebt habe, wo es mir einfach gar nicht so gefallen hat. Und mit dem Projekt Viertelrausch habe ich so viel Selbstbewusstsein wieder zurück, dass ich sagen kann: Ich glaube an meine eigenen Stärken und glaube auch wieder daran, dass ich mit jemandem gut zusammenarbeiten kann. Wo ich mir eine zeitlang gar nicht mehr so sicher war. Und darum ist für mich der größte Traum einfach, dass sich Viertelrausch etabliert. Dass unsere Agentur einfach so existieren kann, dass wir zwei Existenzen, dass heißt Katharina und meine einfach sichern können und dass wir langfristig in Leipzig wohnen bleiben können und ich nicht gezwungen bin, einen Job anzunehmen, wo ich mich jeden Tag quäle. Im Moment ist das tatsächlich für mich das größte Glück, was ich mir vorstellen kann. Ach und ich hät gern ein Kind. Darf ich das noch mit sagen? Ich fänd’s voll schön, mal Mutter zu sein. :)“

Und nun zu dir Katharina. 24 h Leipzig – Verrate mir: Was darf man auf keinen Fall verpassen?

“Also ich bin begeisterte Fahrradfahrerin. Also wir beide. Sandra und ich. Ich sprech mal immer für uns, weil es geht ja um uns, ja? Deswegen würde ich jedem empfehlen, sich definitiv ein Fahrrad zu nehmen und tagsüber, wenn das Wetter mitspielt, Leipzig auf dem Fahrrad zu entdecken. Weil man ist hier superschnell in allen Stadtvierteln. Also gerade wir merken das bei unserem „Job“, dass wir so viel jetzt auch entdeckt haben – neue Sachen in den Stadtvierteln, die so nah beieinander sind und man sollte wirklich einfach auf’s Fahrrad steigen. Irgendwo anfangen. Ob’s jetzt im Zentrum ist und in den Westen fahren, am Karl-Heine-Kanal mit dem Fahrrad langfahren ist super schön. Durch den Park. Wenn genug Zeit ist: Durch den Wald zum Cossi fahren. Ich liebe das im Sommer. Zurück in die Südvorstadt und wo es schön ist Stop machen. Ich würde jetzt kein Café empfehlen oder so. Wer interessiert ist an Geschichte – das sagen ja auch immer alle Leute: sich Museen angucken. Ja und Abends entweder wie gesagt erstmal draußen den Abend ausklingen lassen, weil ich finde, Leipzig hat wirklich viel zu bieten. Grünflächen und schöne Ecken, wo man sich einfach hinsetzen kann. Richard-Wagner-Hain zum Beispiel, Palmengarten – ganz toll! Hinsetzen, eine Flasche Wein mitnehmen … und wenn man dann noch Lust verspürt, würde ich Abends auf jeden Fall noch einen Club aufsuchen oder dahin gehen, wo sich eine Tür öffnet. :D“

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In diesem Sinne: ich freue mich auf noch unzählige weitere zeitlos bunte Gesellschaftsportraits. Hier ist jetzt aber erst einmal das, welches die beiden von mir gezeichnet haben. Und Hut ab vor eurem Fleiß!

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