Lieblingsorte in Leipzig | 42 Liebeserklärungen

365 Tage, 86 Artikel und 28 Gigabyte Fotos später – leipzig-leben.de hat Geburtstag. 1 Jahr ist es her, dass die Heldenstädter Morgenpost Leipzig l(i)eben mit seinen jungfräulichen 8 Blogposts als zufälligerweise genau 100. Blog in die Liste der Leipzigblogger aufnahm. Leipzigblogger gibt es bis heute nun schon 164 (!!!) an der Zahl und was gibt es schöneres, als den 1. Geburtstag in eben diesem trauten Kreise zu begehen.

Gesagt, getan!

Und da ihr meine potentiellen Lieblingsorte nun ja bereits alle kennt, war es nun an euch, DEN EINEN höchstpersönlichen Lieblingsort in Leipzig ausfindig zu machen und ihn in eurem Blog vorzustellen. An dieser Stelle DANKE DANKE DANKE – nicht nur für die antreibend-beflügelnden Geburtstagsglückwünsche, sondern für sage und schreibe 42 Lieblingsort-Bekundungen!!
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Lieblingsorte in Leipzig auf einer größeren Karte anzeigen

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So vielfältig, nachdenklich, poetisch, verwegen, romantisch, gesellig und idyllisch die verschiedenen Lieblingsorte auch sind, wiederspiegeln sie eine gleichsam unerschütterte Verbundenheit aller beteiligten Ur- und Wahlleipziger mit ihrer allen gemeinen Lieblingsstadt.

Abgesehen von Daniel Reiche, der noch auf Erkundungstour ist und sich für sein Vorhaben monatlich mindestens 2 neue Leipziger Bars, Cafes oder Kneipchen zu besuchen bei dieser Parade  wahrscheinlich mehr als genug Inspirationen holen konnte, haben eure Lieblingsorte eine Gemeinsamkeit: Emotionen. Angefangen mit Bert & Claudios Verliebtheit in den Naschmarkt, der aufgrund des zuckersüßen Namens Gefühle der Verbundenheit erweckt bis hin zum B2 Betonlöwen, der Jens bei jeder Rückkehr in seine Wahlheimat wieder ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

Kaum ein Ort besticht nicht durch Geschichte, Vertrautheit und teils auch einer Prise Einsamkeit, wie die Vielzahl grüner Rückzugsmöglichkeiten zeigt, die es unter eure Lieblinge geschafft haben. Martin Neuhof liebt das Rosental, einen Ort der Kulisse, der Inspiration und des Twitgrillens. Katharina zeigt die große Eiche im Wandel der Jahreszeiten und auch Thomas Gigold wählt diesen Ort, wenn er sich schon entscheiden muss.

Rosental

Das Rosental bei bestem Sonnenschein und klirrender Kälte | Katharina Eisermann

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Auch der allwetterfeste Südfriedhof lädt zum idyllischen Spaziergang ein, wobei er an Lebendigkeit nicht mit Stefanie Bambergs Lieblingsort mithalten kann: dem Leipziger Zoo.

suedfriedhof Leipzig

Der Südfriedhof in Leipzig | Ramschkasten.de

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Martin Kartoffelwasser genießt den Ausblick vom Fockeberg, während es sich die Mädels von vida*nullvier – die Beine im Wasser baumelnd – im Leipziger Neuseenland gemütlich machen. Ebenfalls angezogen vom kühlen Nass fühlen sich drei-Staedte-Blogger Sascha mit seiner Erinnerung an das Naturbad Nordost (besser bekannt als „Der Bagger“) und Heinrich, der seine Vorliebe für die Lindenauer Hafeninsel für uns in Bildern festhielt. Einen schönen Überblick über „all die grünen und blauen Fächen“ gibt Patrick. Judith ehrt einen Krötentümpel und kämpft für den Auenwald. Weiter nördlich schwärmt Annika vom Konsonantenwirrwarr und dem LüTZSCHenaer Schlosspark.

Vom Elbufer her übergewandert ist André Herrmann, der sich nun zum Johannapark bekennt und dort jeden Mittwoch 18 Uhr nach dem Fußballspielen Enten tyrannisiert bis er früher oder später dann doch noch Gefallen an Boccia finden wird.

Mit dem Kinderwagen spaziert es sich am Schönsten durch den Wildpark sagt Rebekka, Jungmami und Ilses Enkel und steht damit auf Kriegsfuß mit Moody, der Bloggerin die sich schon seit gut 2 einhalb Jahren mit  Babykram und Kinderkacke auseinandersetzen darf und daher genau weiß, dass es eigentlich der Costa Cospuda ist, den man aufsuchen sollte, wenn der Kopf mal wieder nicht aufhören will zu dröhnen.

Im Palmengarten sollte man aufpassen, auf welche Bank man sich setzt, damit man nicht ausversehen den Zorn einer Germanistin auf sich zieht oder man spaziert einfach mit offenen Augen umher, um mit ein bisschen Glück eine nette endemittezwanzigjährige Marla Stromponsky kennenzulernen.

bank im palmengarten

Die schönste Bank im Palmengarten | germanistinnenwerk.blogspot.de

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Steffen Sauer joggt sich durch seine Lieblingsstadt und sammelt dabei Impressionen, die in Form von Industriedenkmälern, Spätis, Vandalismus, sanierte Villen und und und Zeugen seiner Überzeugtheit werden, dass er hier noch viele Jahre verbringen möchte.

Doch neben dem Hang zum Grünen zählen auch zahlreiche baulich hübsche Winkel zu euren Lieblingsorten. So gesteht Laura, meine Leipziger Lieblingstagträumerin, in ihrem Beitrag ihre Liebe zum Feinkostgelände und spricht damit der Genossenschaft rund um diesen kulturträchtigen Ort geradezu aus der Seele. Während hier Mitgestaltung und Selbstentfaltung an erster Stelle stehen, hat sich Ulrike für einen Ort entschieden, an dem die Zeiten aktiven Zusammenlebens längst der Vergangenheit angehören. Denn dort, wo sie am liebsten ist, spielen heute keine Kinder mehr. „Niemand wohnt dort mehr. Die Fenster sind vernagelt.“ Und doch lässt Ulrike ihrer Fantasie über die Vergangenheit dieses Ortes freien Lauf so oft sie hier vorübergeht. „Hier hat man noch das Gefühl, dass alles möglich ist. Irgendwie. Irgendwann.“

Poesie liegt auch bei Volly Tanner in der Luft, wenn er uns nicht nur vom schönsten Platz in ganz Leipzig, sondern des ganzen Universums berichtet. Utopia! Kein Platz an der Theke, kein Garten, nicht das Bett. Nein der eigene Kopf, das ICH, das Urvertrauen ist es, wonach er begehrt und zugleich ausspricht, was bei Daniel Thalheim nur zwischen den Zeilen erkennbar wird. Denn was nützt uns die schönste Umgebung, der grünste Park, der klarste See, wenn wir ihn nicht mit Liebe füllen können. Und wenn auch die Stille in einer Stadt unabkömmlich ist, sind es Freunde nicht weniger.

Aus eben diesem Grund lädt Daniel Bäzol uns ein, sein Leben im Netz aus der Perspektive eines Besuchers zu verfolgen, mit ihm gemeinsam den Panoramatower zu besteigen, um anschließend auf einen Drink in der Mephistobar einzukehren oder dem einzigartigen Drallewatsch oder wie der Volksmund sagen würde „dem Bermudadreieck“ einen Besuch abzustatten. Ganz, wie er es mit seinen Freunden tut.

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Barfußgässchen in Leipzig | rphua @ flickr.com

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Für Britpott ist es die Familie, mit der sie derlei Erlebnisse teilt. Und zwar in Schleußig – ihrem allerallerliebsten Lieblingsstadtteil, der sie nicht nur mit jeder Menge Kinderlachen sondern sogar Mango-Ingwer-Bio-Eiscreme versorgt. Dabei sollte sie vielleicht auch einmal im Cafe Maitre einkehren. Das ist nämlich der heißeste Tipp, den Synnöve uns im Rahmen dieser kleinen Parade mit auf den Weg geben möchte.

Cafe Maitre Leipzig

Cafe Maître in Leipzig | seraphinasphantasie.blogspot.de

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Eine Einladung ins Haus der Demokratie übersendet Mike Nagler, der ganz nach Leipziger Manier zum Start eines neuen Bürgerbegehrens aufruft. Und nach Begehren sieht es auch bei Dirk aus, dessen frecher Tikimann im Angesicht des neuen Rathauses zumindest sein Gemächt bedeckt. 😀

leipzig-lieblingsplatz

Das Rathaus | Strichmännchenblog aus Leipzig Plagwitz

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René ist so lieb und wird sich zu Gunsten all der schönen Beiträge im Februar eine Wochen frei nehmen. Und da er seiner eigentlich liebsten Lieblingsleidenschaft – dem Kino – in seinem Beitrag einmal nicht frönen wollte, entschied er sich, dem geneigten Leser das sagenumwobene Grünau ein Stückchen näher zu bringen.

Und auch wenn Franzi nicht mehr in Leipzig lebt, hat sie für uns in ihrem Fotoalbum geblättert und ist zu einem Entschluss gekommen, den manch anderer Bloggerkollege ebenso unterschreiben würde: „Es gibt keinen bestimmbaren Lieblingsort, denn es ist die ganze Stadt, die ich lieb(t)e.“

Kritisch-politisch ist Juliane Nagel der Aufgabenstellung begegnet, die in ihrem Blog jule.linxxnet.de den Kampf um das Connewitzer Kreuz thematisiert und den einstig lebhaften Widerstand nur ungern gegen einen hippen Mythos mit Anziehungsfaktor eintauschen möchte.

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Das Internationale Rotzlöffeltum, Aktion “Schirmherrschaft über das Connewitzer Kreuz” zum Protest gegen die Videoüberwachung, März 2010

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Freigeistig geht es auch bei Johann zu. Dem großen Denker, der zu seinen Tagen wohl auch einen Leipziger Lieblingsort zu küren wusste. Und da er damals noch nicht bloggen konnte, haben dies nun neuzeitlichere Damen und Herren für ihn übernommen.

Die Einzige, die es ganz klassisch mitten ins Herze Leipzigs zieht ist Laura. „Mal eilig, mal bummelnd. Das ist die Melodie einer Stadt. Die Melodie von Leipzig.“

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Die Melodie der Stadt | L.E. Catwalk

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Tatsächlich gibt es aber auch Blogger, deren Berufswahl den Lieblingsort bedingt. So trifft man den Ballbird-Illustrator und Leipziger Künstler Uwe Schürmann nirgends lieber als in seinem Atelier in der Könneritzstraße. Und auch Thomas freut sich im Januar am Messestand der Baby-plus-Kids vielen Menschen einen nicht ganz unanstrengenden Lebensabschnitt ein wenig erleichtern zu können. In dieser Stadt gelingt es eben manchen sogar, ihr Hobby zum Beruf zu machen. ♥

Eine der kreativsten Teilnehmerinnen war Josi, die mir zum Geburtstag ein Bild ihres roten Klappfahrrades malte. Wie wahr! Denn was gibt es schöneres, als all die zuvor genannten Lieblingsorte mit dem Leipziger Lieblingsfortbewegungsmittel Nummer 1 zu verbinden.

Das rote Klappfahrrad

Das rote Klappfahrrad | puvo-productions

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Und auch Frank alias der netscripters grandioser Beitrag steht Josi im punkto Kreativität in nichts nach. Seine Liebe zur Heimatstadt ist sogar so heißblütig, dass ihm nicht einmal die eisigen Temperaturen des vergangenen Wochenendes etwas anhaben konnten, als er sich mit seiner Kamera auf den Weg zum alten Güterbahnhof in Stötteritz machte.

Leipzig lieben: Ein Ort zum träumen from Frank Krause on Vimeo.

Wenn auch nicht im eigenen Blog so erreichten  mich die Lieblingsorte des Leipziger Web-Radio-Senders  MOTTT.FM und dem fröhlich umhertwitternden THINK-Festival-Account auch gerade noch rechtzeitig und vervollständigten die Liste der Lieblingsorte mit Ausgehtipps wie dem elipamanoke in Plagwitz oder der allseits bekannt-beliebten Distillery.

Und wenn mein eigener höchstpersönlicher Leipziger Lieblingsort nicht das Dach der Hardenbergstraße 21 wäre – mein Inbegriff für Freiheit, Unabhängigkeit und Lebendigsein – würde ich mich wohl Matthias anschließen, der mich mit seinem ultimativen Lieblingsort schlicht und ergreifend zu Tränen gerührt hat. Einem Ort, den es so – oder zumindest so ähnlich – wohl in vielen Städtchen geben mag. Aber an dem für jene, die ihn besuchen, die Zeit einen Augenblick lang stillsteht, während die Bedeutung des Lebens eine andere wird.

In diesem Sinne: VIVA LA BLOGOSPHÄRE oder auch: Blogger dieses schönen Städtchens vermehret euch! Auf dass ihr eure Lieblingsorte zukünftig nicht nur mir zeigen könnt! 😉

Eure Adelina

PS: In der nächsten Blogparade lasse ich mir von allen Leipzig Bloggern erklären, wie sie auf ihre lustig-verrückten Namensideen gekommen sind (@vida*nullvier 😉 ) bis wir uns dann pünktlich zum 3. Geburtstag über einen allen gemeinen Lieblingsort verständigen müssen, um die nächste Parade in „real-life“ zu feiern!

 

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Und wer sich jetzt denkt: Das ist ja alles gut und schön, aber wo zum Teufel sind jetzt die schnuckeligen Preise, die uns Fräulein Horn eingangs so großspurig versprochen hat??

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Über Leipzig leben

Dieser Beitrag wurde verfasst von Adelina: Leipzigerin durch und durch. Vom kleinen Lieblingslokal bis zur Vernissage. Was überzeugt, wird gebloggt.