NIX TONNE Leipzig | Ein Vortagsbrotladen

Was passiert mit den Broten und Brötchen, die in Leipzigs Bäckereien bis zum Feierabend noch keinen Abnehmer gefunden haben? Während der Bäckermeister eifrig neu produziert, landen keinen Tag alte Kuchen und Backstücke unversehrt im Müll. Muss das so??! Fragte sich auch Martin Adam, der das Problem selbst in die Hand nahm und sich mit einem SecondHand-Brotladen verselbstständigte.

Martin Adam Nix Tonne Leipzig

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Respekt vor Lebensmitteln

Schmeißt ihr auch den Käse weg, den ihr am Vortag erst aufgemacht habt? Die Nudeln, die ihr euch am Abend hungrig zubereiten wolltet? Oder den Rest vom Geburtstagskuchen, den keiner mehr geschafft hat? Wer selber kocht weiß, wie viel Arbeit, Herzblut und Zeit in ein Lebensmittel fließen kann. Und sind diese Lebensmittel am nächsten Tag deswegen gleich viel schlechter?

Nix Tonne Leipzig

Nix Tonne Backwaren Leipzig

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Gib Brot & Brötchen eine zweite Chance

NIX TONNE steht für mehr als eine Geschäftsidee … Und warum soll etwas, was in Leipzig mit Kleidungs- und Möbelstücken bereits sehr gut funktioniert nicht auch bei Backwaren möglich sein? Und so macht Martin sich tagtäglich auf den Weg zu einer Handvoll regionaler Handwerksbäckereien, die er für sein Konzept begeistern konnte.

Nix Tonne Vortagsbrotladen LeipzigNix Tonne Connewitz

Mächtige Vollkornbrötchen zum halben Preis. Dazu ein Honig aus der Region. Und eine Lipz-Limo auf die Faust. Wer will, kann sich direkt im Ladencafé niederlassen und ein Buch aus dem Regal schnappen, während die Kinder in der Spielecke umherwuseln. Urig, gemütlich und einladend für Groß & Klein .

NixTonne ConnewitzNixTonne LeipzigNixTonne Leipzig

Brot und Brötchen, die auch bei Martin Ladenhüter bleiben, landen bei regionalen Bauern als Tierfutter. Auf jeden Fall: nix in der Tonne …..

NixTonne Leipzig Martin AdamNixTonne Leipzig CaféNixTonne Connewitz Café
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Wann? Wie? Wo?

NIX TONNE Leipzig
Vortagsbrotladen & Café
Bornaische Straße 50
Leipzig (Connewitz)

Öffnungszeiten:

MO bis FR 9 – 12 Uhr, 14 – 17 Uhr
SA 9 – 13 Uhr

NIX TONNE auf Facebook

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Nice to know:

In der NIX TONNE könnt ihr übrigens auch Kaffee von el rojito kaufen. El rojito handelt anders als der kommerzielle Kaffeehandel. Sie importieren den Kaffee nur von selbstverwalteten Kooperativen direkt aus Nicaragua, El Salvador, Honduras, Guatemala und Mexiko.
Passend dazu könnt ihr euch noch mit einem Mehrweg-Pfandbecher für den Coffee To Go ausstatten lassen, um aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

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7 Responses

  1. Freno d'Emergenza

    Also ich war jetzt wirklich mal drinnen im Vertragsbrotladen und es sieht da genauso aus, wie auf den Bildern: heimelig, freundlich, einladend. Leider war es gegen 15 Uhr und es gab nur noch das „Hausbrot“, ein Mischbrot. Das hat aber dann erstaunlich gut geschmeckt, und weil ich’s noch 2 Tage hab ablagern lassen, auch eine gute Woche durchgehalten. Der letzte Rest war dann aber zu hart geworden für meine Prothese, und daraus habe ich mir dann die gute alte Brotsuppe gemacht , das klassische Arme-Leute-Essen !

    Damit kann man nämlich auch Uralt-Altbrot noch einer wohlschmeckenden Verwendung zuführen. Wenn Brot schon zu hart geworden ist, um noch genußvoll wie prothesenfreundlich gekaut werden zu können, dann schneide ich es in Stücke, so chicken-mc-nuggets-Größe und tue diese Stücke in eine Blechschachtel, wo sie dann vollends austrocknen und schier unbegrenzt haltbar bleiben. Und wenn dann so einer dieser Tage kommt, wo es einen Kälteeinbruch gibt, der Wetterbericht von „unbeständig“ und „Schauern“ spricht, Leipzig dann so grau ist, wie auf Mattheuers berüchtigtem Gemälde und man zu nix richtig Lust hat, dann ist das mein „Brotsuppenwetter“. Die macht pappsatt und warm, geht einfach und schnell. Grundrezept:

    Pro Person 80-100 g Altbrot in 1 l kochende Brühe (egal welche) tun und 8-10- min bei kleiner Flamme kochen lassen, bis die Brotstücke aufgequollen und weich geworden sind. Dann wird der Topf vom Herd genommen und die Suppe mit dem Pürierstab in ihre entgültige sämige Form gebracht. Man kann sie auch durch ein Sieb streichen, sollte dann aber vielleicht 5 min länger kochen.

    Und das war’s auch schon ! Die Zeit, in der die Brotsuppe kocht, kann man nutzen, um zu würzen und Einlagen vorzubereiten: eine in dünne Streifen geschnittene Paprika, 1 Klacks crème fraiche oder fetter Griechen-Jogurt, gebröselter Feta, Parmesan, Knob-, Bär- oder Schnittlauch … Die Brotsuppe ist als flüssige Pizza ungeheuer variabel. Sie geht nur schneller und die Zutaten hat man eigentlich immer im Haus: das Altbrot und die Brühe aus dem Glas – wenn man kein insoferniglicher Purist sein sollte. Ansonsten schmeist man eben rein oder drauf, was Kühlschrank und Regale noch so hergeben
    .
    Mahlzeit !

    Antworten
    • Adelina

      Hehe – danke Freno d’Emergenza für die vielen nützlichen Tipps und Anregungen! „Heimelig, freundlich & einladend“ – das beschreibst du richtig. Auch bei einem so unverhofften Schmuddelwetter wie heute, wo man gleich wieder gar nicht so recht draußen sitzen will. Die Brotsuppe kannte ich zugegeben noch nicht. Aber im Nachkochen bin ich spitze 😀 Danke für die Inspiration ….

      Adelina

      Antworten
      • Freno d'Emergenza

        Morjin Adelina !

        Wemma schon bei Tipps & Anregungen sind – warst Du da schonmal:

        https://www.homele.de/

        ??

        Das ist auch so ein heimeliger Ort an einem ganz anderen Ende der Stadt – an der Schuhmannstraße zwischen der Tramhaltestelle Wideritzscher Strasse und dem Pornokino ! Das Café ist eine Art riesige Wohnküche … mir persönlich etwas zu fleischarm und poststrukturalistisch – aber das ist Geschmackssache. Sympathisch und einen Blick wert isses auf jeden Fall !

        Gruß
        FdE

      • Adelina

        Das Café habe ich auf dem Schirm – war aber bisher persönlich noch nicht da. Danke auf jeden Fall für’s zurück ins Gedächtnis rufen … 😉

  2. Julia

    Hi, ich glaube euch ist ein kleiner Tippfehler unterlaufen. Unten bei der Adresse steht Vortragsbrotladen, statt Vortag 😉

    Antworten
  3. Freno d'Emergenza

    Coole Idee ! Gerade für mich ! Es ist schon über 25 Jahre her, daß ich in der legendären „ZEITschmecker“-Kolumne des legendären Wolfram Siebeck mal den Tip las, reines Roggenbrot 1-2 Tage in der Kruste abzulagern, bevor man es anschneidet. Es liegt in dieser Zeit in der Papiertüte, in der man es beim Bäcker bekommt, im Brotkasten, wird von mir 1x täglich gewendet. Der clou: wenn das Brot aus dem Backofen kommt und abkühlt, kondensiert die Feuchtigkeit aus dem Teig in den Blasen des Brotlaibs. Deswegen fühlt sich frisch angeschnittenes Roggenbrot auch sehr feucht an – und trocknet rasend schnell aus. Lässt man das Brot jedoch 1-2 Tage in der intakten Kruste liegen – bei mir können es je nachdem auch mal 4-5 Tage werden – dann zieht die Feuchtigkeit langsam aus den Blasen in den Teig zurück. Das Brot schmeckt kräftiger, ist sehr elastisch, lässt sich in sehr dünne Scheiben schneiden – und vor allem: es trocknet nur sehr, sehr langsam aus. Bei mir hält sich bei mir rund 1 Woche nach dem Anschneiden frisch. Auch als Butterbrot für unterwegs – sächsisch: „Bämme“, neudenglish: „sändwidsch“ – hält ein gut abgelagertes Brot wesentlich länger durch, als ein frisch angeschnittenes Brot, das gerade im Sommer schnell zu krümeliger Matsche wird. Wichtig ist dabei, daß die Kruste wirklich intakt ist – ein herausgebrochenes Stück, ein Riß kann den Effekt schon – ganz oder teilweise – zunichte machen.

    Ich hab’s damals einfach mal ausprobiert, weil von Siebeck ja schon viele gute Tips rund um’s Essen und die Küche kamen – und ich war von dem Ergebnis sofort begeistert. Früher (als alles besser war), hatte ich sogar ein „Altbrot-Abo“ bei meiner Bäckerei und bin bis heute bei diesem Brauch geblieben.

    Wirklich zuverlässig funzt dieses Ablagern nur bei 90-100% Roggenbrot, ansonsten muß man’s ausprobieren. Viele VK-Brote sind auch zum Ablagern geeignet, Weissbrote (reine Weizenbrote) normalerweise nicht. Aber auch da gibt es Ausnahmen wie manches Ciabatta.

    Sehr wichtig ist bei abgelagertem Brot allerdings die Hygiene bei der Aufbewahrung und beim Abschneiden – Brot, das sehr lange liegt, fängt sich leicht einen Schimmel ein.

    Ich hab also jeden Grund, alsbald mal bei NIX TONNE vorbeizuschauen !

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