Wie wollen wir morgen leben? Nicht abstrakt. Nicht irgendwann. Sondern hier – zwischen Rosental und Südvorstadt, zwischen Messegelände und Neuem Rathaus. Vom 19. bis 22. März wird Leipzig wieder zum Ort für Geschichten, die Zukunft möglich machen.
Die Klimabuchmesse lädt zu vier Tagen voller Lesungen, Diskussionen, Workshops und Spaziergänge ein – und zeigt, dass Literatur mehr kann als Krisen beschreiben. Sie kann Mut machen.
Bücher, die nicht bei der Krise stehen bleiben
21 Veranstaltungen an verschiedenen Kulturorten in Leipzig – von der Deutschen Nationalbibliothek bis zum Botanischen Garten, vom RealLabor bis zum Festsaal im Neuen Rathaus. Die Klimabuchmesse bringt Autor:innen, Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und ein neugieriges Publikum zusammen. Im Mittelpunkt stehen Bücher und Gespräche, die von Verlust und Hoffnung erzählen, von Wut und Verantwortung – und von Handlungsspielräumen.
Gerade in Zeiten multipler Krisen setzt das Festival bewusst auf das verbindende Potenzial von Geschichten. Literatur als Raum, in dem Ohnmacht nicht das letzte Wort behält. Die Schirmherrschaft übernimmt 2026 erneut Luisa Neubauer.

Vielfältige Formate in der ganzen Stadt
Das Programm ist so breit wie die Fragen unserer Zeit. Es geht um Biodiversität und Naturschutz, um Stadtentwicklung und Energiewende, um Bildung für nachhaltige Entwicklung, um demokratischen Zusammenhalt und den Umgang mit Emotionen.
Mit dabei sind unter anderem:
- Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese
- Prof. Dr. Ulrike Draesner
- Sebastian 23
- Prof. Claudia Kemfert
- Kathrin Hartmann
- Theresa Hannig
- Cordula Weimann
Besonders spannend: das Panel „Energie, Macht und Manipulation“ am Samstagabend im Festsaal des Neuen Rathauses. Claudia Kemfert, Eva Stegen und Ursula Bittner diskutieren mit ARD-Klimaredakteurin Claudia Reiser über Mythen, Intrigen, Fakten und Lösungswege. Hier wird nicht nur analysiert. Hier wird gestritten, gefragt, eingeordnet.

Zwischen Poesie, Protest und Perspektivwechsel
Wer Literatur liebt, wird ebenfalls fündig. Im Deutschen Literaturinstitut Leipzig geht es bei einer Lyriklesung um den Raum zwischen Klimadiskurs und poetischer Sprache – zwischen Fakten und Fiktionen, Trost und Protest.
Im Johannapark lädt ein Hör- und Lesespaziergang mit dem NABU Leipzig dazu ein, die Stadtnatur mit anderen Augen zu sehen. Und im RealLabor heißt es: „Schreiben für die gute Zukunft“ – ein kreativer Workshop für alle, die selbst Worte finden wollen.
Auch Kinder und Schulklassen sind eingeladen: Mit Lesungen, Diskussionen und Mitmachformaten wird Zukunft hier nicht abstrakt verhandelt, sondern greifbar.
Klimabuchmesse trifft Leipziger Buchmesse
Parallel zur Leipziger Buchmesse finden zusätzliche Veranstaltungen auf dem Messegelände statt. Dort geht es um Klimagerechtigkeit, sozialen Zusammenhalt und politische Teilhabe. Themen wie Resignation, Rechtsruck und demokratische Verantwortung werden offen diskutiert – unter anderem mit Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Matthias Quent.
Die Klimabuchmesse versteht sich dabei nicht als Gegenentwurf, sondern als Ergänzung: als Ort, an dem Literatur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam nach vorne denken.

Mutig statt machtlos
Vielleicht ist genau das die besondere Qualität dieser Tage: Sie bleiben nicht beim Problem stehen. Am Samstagabend diskutieren Autor:innen im Neuen Rathaus unter dem Titel „Mutig statt machtlos“ über Hoffnung, Verantwortung und die Kraft des eigenen Handelns. Denn Klimadiskurs bedeutet nicht nur Zahlen und Szenarien. Er bedeutet auch Emotionen. Gemeinschaft. Die Frage, wie wir leben wollen. Und Leipzig bietet dafür die passende Bühne.


Gut zu wissen:
Klimabuchmesse 2026
19.–22. März 2026
Veranstaltungsorte:
Verschiedene Kulturorte in Leipzig, u. a. Deutsches Literaturinstitut, Neues Rathaus, Botanischer Garten, RealLabor, Budde-Haus, Leipziger Buchmesse (Halle 5).
Eintritt:
Kostenfrei
Programm & Details:
https://klimabuchmesse.de/
Die Klimabuchmesse ist nicht kommerziell, wird ehrenamtlich organisiert und lebt von Kooperationen mit zahlreichen Leipziger Institutionen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Wer also Lust hat auf Gespräche, die weiterführen, auf Bücher, die nicht lähmen, sondern bewegen – sollte sich diese vier Tage im März vormerken.



