Feierabend am Wasser | Leipzig packt die Picknickdecke aus

Feierabend Picknick

Laptop zu, Schuhe aus und mit der Picknickdecke Richtung Wasser: Für einen guten Leipziger Feierabend braucht es manchmal erstaunlich wenig. Ein paar kalte Getränke, etwas zu knabbern, Menschen, die man mag, und einen Platz, an dem die Sonne noch ein bisschen länger bleibt.

Feierabend kann warten. Der Sonnenuntergang nicht.

Es gibt diese Abende, an denen Zuhausebleiben nach Feierabend einfach keine besonders überzeugende Option ist. Draußen sind noch 23 Grad, im Fahrradkorb liegt eine Decke und irgendjemand schreibt in die Gruppe: Kanal?

Mehr Planung braucht es für einen kleinen Leipziger Sommerabend oft gar nicht. Gerade das macht das Picknick am Wasser so charmant. Niemand reserviert einen Tisch, niemand muss gleichzeitig eintreffen und wer später dazukommt, sucht einfach nach der Decke mit den meisten Fahrrädern drumherum.

Bleibt eigentlich nur eine wichtige Entscheidung: Wie weit wollen wir heute noch fahren?

Picknick-Abend

Für Eilige: Karl-Heine-Kanal statt großer Expedition

Wenn zwischen Feierabend und Abendsonne nicht mehr viel Zeit liegt, ist der Leipziger Westen ziemlich schwer zu schlagen. Rund um den Karl-Heine-Kanal findet sich schnell ein Platz für einen spontanen Zwischenstopp, und wer noch ein Stück weiterfährt, kann den Abend Richtung Lindenauer Hafen verlängern.

Der große Vorteil: Hier muss aus dem Feierabend kein halber Tagesausflug werden. Gerade aus Plagwitz, Lindenau oder Schleußig lässt sich das Wasser mit dem Rad schnell erreichen. Decke ausbreiten, Schuhe ausziehen, Getränk aufmachen und schon fühlt sich der Dienstag ein kleines bisschen nach Wochenende an.

Fürs Picknick gilt dabei ohnehin: Je spontaner der Abend, desto unkomplizierter darf das Essen sein. Brot, Aufstriche, Obst, Käse, Oliven, Gemüsesticks, Nüsse oder Chips lassen sich ohne große Vorbereitung teilen. Wer noch ein paar wiederverwendbare Becher, Servietten und eine Mülltüte einpackt, ist im Grunde schon ziemlich professionell unterwegs.

Für alle, die noch Energie haben: raus an den See

Wer nach der Arbeit noch Lust auf ein paar Kilometer im Fahrradsattel hat, bekommt rund um Leipzig dafür das größere Urlaubsgefühl geliefert. Cospudener See, Kulkwitzer See oder die Gewässer weiter draußen im Leipziger Neuseenland machen aus einem gewöhnlichen Feierabend ziemlich schnell einen kleinen Ausflug.

Der Klassiker bleibt natürlich der Cossi. Gerade mit dem Fahrrad lässt sich der Weg dorthin wunderbar als Teil des Abends verstehen. Noch kurz durch den Auwald, irgendwann taucht Wasser zwischen den Bäumen auf und plötzlich liegt Leipzig gefühlt sehr viel weiter entfernt, als es tatsächlich ist.

Am Kulkwitzer See funktioniert das ähnlich. Wer rechtzeitig loskommt, kann aus Picknick und Feierabend sogar noch eine kleine Baderunde machen. Und spätestens wenn die nassen Sachen über dem Fahrradlenker hängen und die Sonne langsam tiefer steht, hat der Arbeitstag keine Chancen mehr, noch irgendeine Rolle zu spielen.

Die Kühltasche entscheidet mit

Ein gutes Picknick braucht kein ausgefeiltes Menü. Ein bisschen Vorbereitung verhindert allerdings, dass am Wasser fünf Menschen feststellen, dass sie gemeinsam vier Flaschen Limonade, drei Tüten Chips und exakt gar nichts Sättigendes mitgebracht haben.

Für größere Runden lohnt es sich deshalb, Getränke und haltbare Snacks einfach auf Vorrat zu haben. Wer nicht erst auf dem Heimweg alles zusammensuchen möchte, kann solche Picknick-Basics auch vorab online bestellen. Bei Capalus.de findet sich beispielsweise eine ungewöhnlich große Auswahl an Softdrinks, Eistees und anderen Getränken, darunter auch internationale Sorten und Geschmacksrichtungen, die einem im Alltag nicht ständig begegnen. Dazu kommen Chips, Nüsse, Riegel und Süßigkeiten, sodass sich gerade die haltbare Fraktion des Picknicks schon vor dem nächsten spontanen „Wer kommt mit an den See?“ organisieren lässt.

Frisches Brot, Obst, Gemüse oder Käse können dann kurz vor dem Losfahren dazukommen. Und wer häufiger mit mehreren Leuten draußen sitzt, kennt ohnehin irgendwann die persönliche Grundausstattung: Kühltasche, Kühlakkus, Flaschenöffner, Becher, kleines Messer, Picknickdecke. Dinge, die vollkommen unspektakulär wirken, bis man ohne sie zwei Kilometer vom nächsten Küchenschrank entfernt sitzt.

Picknick in Leipzig

Picknick-Level: Alle bringen eine Sache mit

Für größere Gruppen gibt es eine wunderbar einfache Methode, aus Chips und Getränken plötzlich ein richtiges Abendessen zu machen: Jede Person bringt genau eine Sache mit.

Eine macht einen Salat, jemand anderes bringt Brot und Dips, dazu kommen Obst, Käse, Knabberzeug, Getränke oder etwas Süßes. Niemand steht dafür zwei Stunden in der Küche und trotzdem wächst auf der Decke nach und nach ein kleines Buffet zusammen.

Noch schöner wird es, wenn nicht vorher bis ins Detail abgesprochen wird, was jede Person mitbringt. Dann stehen am Ende vielleicht drei verschiedene Sorten Hummus nebeneinander, aber dafür entstehen Kombinationen, die zuhause vermutlich niemand geplant hätte. Das Picknick darf schließlich ruhig ein bisschen improvisiert aussehen. Wir sind am See und nicht beim Finale einer Kochshow.

Was in die Tasche gehört und gern wieder mit nach Hause darf

Bei aller Spontaneität gibt es ein paar Dinge, die einen Abend am Wasser deutlich angenehmer machen. Eine ausreichend große Decke gehört dazu, ebenso etwas Warmes zum Überziehen, wenn aus 25 Grad am Nachmittag plötzlich ein erstaunlich frischer Abend wird. Mückenschutz kann am Wasser ebenfalls schnell vom optionalen Extra zum wertvollsten Gegenstand der gesamten Gruppe aufsteigen.

Und dann wäre da noch die unscheinbare Mülltüte. Verpackungen, Kronkorken, Servietten und leere Flaschen haben nach dem Picknick denselben Rückweg wie wir. Gerade bei spontanen Treffen hilft es, dafür von Anfang an eine Tasche einzuplanen, statt am Ende zehn einzelne Dinge zwischen Fahrradkorb und Hosentaschen zu verteilen.

Was vom Essen übrig bleibt, darf natürlich ebenfalls wieder mit. Eine Dose mehr einzupacken ist meistens leichter, als später Lebensmittel wegzuwerfen.

Das vielleicht schönste Restaurant Leipzigs hat keine Reservierung

Irgendwann wird das Licht weicher. Auf dem Wasser liegen die letzten Sonnenstrahlen, Fahrräder stehen kreuz und quer im Gras und aus dem ursprünglich geplanten „nur kurz noch raus“ sind drei Stunden geworden.

Genau darin liegt wahrscheinlich der Reiz dieser Abende. Sie brauchen weder besonderes Programm noch große Vorbereitung. Niemand muss einen Tisch buchen oder überlegen, ob noch Plätze frei sind. Leipzig stellt die Kulisse, der Rest passt in einen Fahrradkorb.

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