Wie viele Döner-Läden gibt es eigentlich auf der Karl-Liebknecht-Straße, der Leipziger Südmeile? 10, 20 oder sogar mehr als 25? Egal wo und wann man bei einer Tour durch die Leipziger Südvorstadt vom Hunger überrascht wird, die nächste Dönerbude ist nicht weit.
Denn zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: Juni 2012) gibt es sage und schreibe 13 (!) Imbisse, in denen Döner zum Verkauf angeboten werden. Auf ihrer Gesamtlänge von 2,5 km bekommt man also im Durchschnitt spätestens aller 200 Meter die Gelegenheit zwischen 2 und 3,50 EUR gegen ein bisschen Grillfleisch im Fladenbrot einzutauschen. Bei einer angenommenen Geschwindigkeit von 4 km/h während eines normalen Fußmarsches, könnte man auch sagen genau alle 3 Minuten.
Doch wer die Wahl hat, hat die Qual. Deshalb soll an dieser Stelle mal eine kleine Auflistung aller sich derzeitig auf der Leipziger Karli drehenden Dönerspieße einen Überblick verschaffen.
Beginnen wir unsere Tour also kommend vom Wilhelm-Leuschner-Platz stadtauswärts.
Die DÖNER-Läden:
Da begegnen wir zu aller erst dem LALA Bistro in der Karl-Liebknecht-Straße 5, direkt gegenüber vom Rossmann an der Haltestelle „Hohe Straße / LVB“. Neben dem obligatorischen Döner gibt es hier nahezu alles, was das hungrige Herz begehrt: Pizza, Pasta, Indisches Chicken Curry mit Reis oder das klassisch Deutsche Schnitzel. Sitzgelegenheiten gibt es sowohl innen als auch außen. Der normale Döner kostet hier 2,80 EUR.
Auf dem Weg Richtung Süden führt es uns als nächstes zum Olive tree, der ebenfalls mehr als „nur“ den stinknormalen Döner im Angebot hat. Karl-Liebknecht-Straße 38 lautet die Adresse des gemütlichen Lokals, das sich vor allem darin unterscheidet, dass es hier die einzige Pizza-Calzone auf der gesamten Karl-Liebknecht-Straße gibt. Sitzplätze innen, Freisitz und Toiletten. Kosten für einen normalen Döner = 3 EUR.
Öffnungszeiten:
So – Do 11 bis 1 Uhr
Fr, Sa 11 bis 4 Uhr
Der El Amir in der Karl-Liebknecht-Straße 59 wirbt mit „orientalischen Spezialitäten“. Besonders hübsch ist hier der separierte Freisitz, in dem man dann sein Leibgericht verzehren kann. Hier kann man auch für glatt 3 EUR einen normalen Döner oder für 50 Cent mehr einen Big Döner erstehen. Für die kleinen Gäste hat der El Amir sogar leckere Crepes im Angebot.
Öffnungszeiten:
So bis Do 12 bis 1 Uhr
Fr, Sa 12 bis 4 Uhr
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Praktisch genau gegenüber, nämlich in der Karl-Liebknecht-Straße 58, kann man bei NIL Döner einkehren. Die Speisekarte gibt noch einiges mehr her. Neben dem Döner für 3 EUR können sich Kenner oder Experimentierfreudige auch für einen Lahmacun, eine türkische Pizza, Sütlac, Kayik Pide oder Baklava entscheiden. Wer wissen will, was das alles im Einzelnen ist, schaut am besten selbst einmal vorbei.
Öffnungszeiten:
Mo – Do 11 bis 1 Uhr
Fr, Sa, So 11 bis 2 Uhr
Wenige Hausnummer weiter in der Karl-Liebknecht-Straße 65 kommen wir zum Kebaphaus ISTANBUL, einem weiteren Etablissement in dem man seinen Heißhunger mit einem köstlichen Döner stillen kann. Das gute Stück kostet hier nur schlappe 2,70 EUR. Wer vom Dönern bereits genug hat, kann hier aber auch Burger, Nudeln oder einen Salat bestellen.
Öffnungszeiten:
So – Do 10.30 bis 1 Uhr
Fr, Sa 10.30 bis Open End
Ein etwas untypischeres Imbiss-Exemplar ist das divino in der Karl-Liebknecht-Straße 70. Den klassischen Döner gibt es hier nämlich gar nicht. Dafür aber Schawerma in all möglichen Variationen, ebenso wie gefüllte Pita, Folienkartoffeln und Suppen. Eine Pita mit gegrilltem Kalbfleisch, Salat und Hummus kostet hier 3 EUR und ist damit auch preislich eine Alternative zum Döner.
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 10 bis 0 Uhr
Sa, So, 11 bis 0 Uhr
Das Bistro Alexander’s (Karl-Liebknecht-Straße 97) ist dem NIL vom Angebot her recht ähnlich. Auch hier gibt es Spezialitäten wie Lahmacun, aber auch Köfte und Börek. Ein normaler Döner kostet ebenso wie im NIL auch hier 3 EUR.
Öffnungszeiten:
So, Mo, Di 10 bis 2 Uhr
Mi, Do 10 bis 3 Uhr
Fr, Sa 10 bis 5 Uhr
Nun haben wir schon beinahe die Kurt-Eisner-Straße passiert und erreichen Efes Grillhaus in der Karl-Liebknecht-Straße 82. Auch hier hat man sich auf die üblichen 3 EUR für einen Standard-Döner geeinigt. Es gibt eine kleine Bar, einen Fernseher und man kann hier vor allem bei schlechtem Wetter gemütlich drinnen verweilen.
Öffnungszeiten:
Täglich ab 10 Uhr
Fr, Sa bis 4 Uhr

Ein besonders hoch frequentierter Döner-Laden ist das Bistro SHAHIA. Diesen gibt es nämlich schon seit 1999 in der Karl-Liebknecht-Straße 98. Der Ägypter tischt neben selbstgemachtem Shahia-Brot auch eine besondere Vielfalt an Soßen auf. Sesam, Aubergine und Soja kann man hier wahlweise zu den Standard-Kombinationen probieren. Einen kleinen Döner gibt es hier schon für 2 EUR, der Normale liegt mit nur 2,40 EUR aber auch unter dem Karli-Durchschnitt. Wer keinen Appetit auf einen Döner hat, kann hier auch auf eine leckere Shisha einkehren.
Öffnungszeiten:
Mo – So 9 bis 0 Uhr
Weiter geht es beim Südmeilen-Marathon mit dem SINDBAD – Döner Kebab & Hähnchengrill. In der Karl-Liebknecht-Straße 10b kostet der Döner auch nur 2,50 EUR. Das Ambiente ist einladend und gemütlich. Sitzen kann man wie auch sonst fast überall sowohl drinnen als auch draußen. Das Angebot ist mit Türkischer Pizza, Burgern, Salaten und Nudeln eher Standard.

Kurz vor dem Erreichen des Connewitzer Kreuz stolpern wir linker Hand noch über den selbsternannten Döner King in der Karl-Liebknecht-Straße 151. Hier gibt es sogar Flyer. Und laut diesen warten hier einige ziemlich günstige Spezial-Angebote auf den Kunden:
Montag: frische Pizzabrötchen nach Wahl für nur 3,50 EUR (statt sonst 4,50 EUR)
Dienstag: Jedes Nudelgericht für 3,50 EUR (sonst zwischen 4 und 5,50 EUR)
Donnerstag: Große Pizza nach Wahl für 4 EUR (sonst zwischen EUR und 6 EUR)
Die ganz normale Dönertasche kostet jeden Tag gleich. Und zwar 2,70 EUR und liegt damit im direkten Vergleich im Mittelfeld.
Öffnungszeiten:
Mo – Do 9 bis 1 Uhr
Fr, Sa RUND UM DIE UHR!
So 11 bis 1 Uhr
Am Ziel (dem Connewitzer Kreuz) angelangt, versteckt sich in einem kleinen unscheinbaren Imbisswagen direkt vor dem Eingang zum REWE-Supermarkt Döner-Spieß Nummer 12.
Hinter dem Lockruf „Täglich frische Händchen vom Grill“ lässt sich zwar auf Anhieb kein Döner erwarten, dafür werden wir aber eines Besseren belehrt. Denn den großen „Super Döner“ gibt es hier schon für 2 EUR (wer sich mit einem Kleinen begnügt, zahlt nur 1,50 EUR!). Außerdem gibt es Broiler, Schnitzel, Currywurst, Bockwurst, Bratwurst, Frikadelle und Kaffee.
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 10 bis 18 Uhr
Sa, So 10 bis 12 Uhr
Und eigentlich endet hier auch unsere Reise entlang der Südmeile Karl-Liebknecht-Straße. Denn genau genommen, hat sich Döner-Bude Nummer 13 in diese Auflistung ein bisschen unverdient hineingemogelt.
Der HARUN in der Arno-Nitzsche-Straße liegt zwar auch direkt am Kreuz, befindet sich laut Anschrift streng genommen aber nicht mehr auf der Karl-Liebknecht-Straße. Der Döner kostet hier 2,50 EUR. Alternativ bekommt man aber auch Pommes, Burger, Fisch oder Rind vom Grill auf den Teller. Auch Shisha kann man hier rauchen. Der Innenbereich ist verhältnismäßig groß.
Öffnungszeiten:
Mo – So 9 bis 3 Uhr
(alle Angaben ohne Gewähr)
Und welche Döner-Bude ist nun die Beste??
Döner macht schöner! Und wem das Leibgericht der Südvorstädter wo nun am besten schmeckt, ist jedem selbst überlassen.
Preislich ist die Hähnchen grillende Imbissbude mit nur 2 EUR für einen Döner der ungeschlagene Platz 1. Anhand der durchgehenden Öffnungszeiten hat zumindest an Freitagen und Samstagen der Döner King die Nase ganz weit vorn.
Nun seid ihr gefragt. Welcher Döner-Laden gewinnt den Direktvergleich im Punkto „Geschmack“?




A-L-E-X-A-N-D-E-R-S, was sonst?
Das “Nil” war vor Jahren mal gut, hat aber in der Qualität ziemlich nachgelassen. Der Fleischanteil wurde zu Gunsten der Beilagen sehr reduziert. Meiner Meinung nach bieten “Olive Tree” und “Efes Grillhaus” die besten Döner auf der KarLi an.
Also im Olive Tree geh ich nicht mehr essen. Abgesehen davon, dass das Fleisch dort oft knorpelig ist, hab ich schon mal nen Döner mit verdorbenem Schafskäse bekommen – Igitt!
Wenn ich mal bei Euch bin, weiß ich ja wo ich hingehen muss, um 100 prozentig einen Döner zu bekommen
Grüße
Ich habe erst drei getestet. Aber bis jetzt hat das “Olive Tree” die Nase vorn. .-)
es gibt nix besseres als ein döner im sindbad!!!
Lustig der kleine Tippfehler: „Täglich frische Händchen vom Grill“
Döner King, was sonst?! Als ich noch Leipzigerin war, kannte mich der Herr sogar persönlich und wusste gleich was ich will
Sehr interessanter Artikel.
Werde ich gerne bei mir im Blog verlinken, passt ja sehr gut
Dachte erst du hast die Buden auch alle geschmacklich selbst getestet
LG Daniel
Das NIL geht ja mal gar nicht. Da habe ich vor zwei Wochen meinen ersten und letzten Döner gegessen.
Ich bin immer ganz hinten beim Döner King. Da nehme ich mir sogar Döner nach Hause (Anger-Crottendorf) mit.
Die Dönerverkaufende Hänchenbude am Kreuz ist nicht nur kulinarisch eklig sondern auch was Hygiene und Gesundheit angeht. Da haben sowohl ich als auch 4 meiner Freunde unabhängig voneinander Magenschmerzen von bekommen.
Geschmacklich top ist keiner der Dönerläden, bis auf das Shahia und El Amir haben alle langweilige Soßeb, das Falafel schmeckt nicht und niemand hat ordentliche Tomaten, Paprika oder Mais im Angebot.
P.S.:
“dass es hier die einzige Pizza-Calzone auf der gesamten Karl-Liebknecht-Straße gibt”
- Das ist Unfug. Schon ohne nachdenken fallen mir ein: Olympia, Joeys, das ding am Südplatz…
Hallo Adelina,
der “Döner-Artikel” ist nicht schlecht gelungen! Gibt’s davon dann eine Fortsetzung in der Bornaischen Straße? Dort gibt es auch mindestens 5 Dönerläden, sie ist ja quasi die Verlängerung der Süd-Meile… (…und weil du mit dem HARUN nun schonnmal von der Kar-Li abgekommen bist
…)
Übrigens: Pizza Calzone gibt es nicht nur im Olive Tree, sondern z.B. auch beim Olympia-Pizzaservice (Ganesha) in der Kar-Li 99, vis-a-vis der Haltestelle Kar-li/Kurt-Eisner-Str. – und die ist dort sehr zu empfehlen.
Viele Grüße
Stefan
Also, ich finde das Istanbul hat sehr nachgelassen. Sowohl an Freundlichkeit, als auch an Menge und Qualität. Ein Beispiel: Habe letztens eine große Pommes bestellt… Die Menge war ein Witz (dabei bin ich nicht sehr gefräßig:D), die Pommes waren zur Hälfte noch nicht einmal durch, so gut wie gar ni gewürzt und schmeckten nach nix. Schade, die waren früher supersuperlecker. Falafel ist im Döner-King aktuell zu empfehlen, die mag ich da sehr dort <3
Olive Tree ist der beste Döner, keine Frage! Und danach kommt Döner King, aber auch nur, weil man da auch noch um 6:00 Uhr morgens einen Döner bekommt (zumindest am Wochenende). Und von wegen langweilige Soßen, Olive Tree bieten ganze sieben Soßen an: Kräuter, Knoblauch, Scharf, Curry, Homus, Sesam und Mango!