We ride Leipzig! Die Community der Fahrradstadt

Zu schön ist Leipzig, um mit dem Auto daran vorbei zu rauschen! Kurze Wege – verbunden durch Parks und Grünanlagen – sind wie gemacht dafür, sich auf den Drahtesel zu schwingen und damit nicht nur sich, sondern auch dem Planeten etwas Gutes zu tun.

we ride leipzig
Mit frischer Luft statt Abgasen im Gepäck startet es sich beflügelt in den Tag, oder wie Maria vom Blog KIEZgeflüster sagen würde: „Es ist fast so, als würde der Fahrtwind die Gedanken neu sortieren und alles was nicht von Bedeutung ist auf der Strecke einfach fallen lassen.“
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We ride Leipzig Interviews

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Ein Magazin für Fahrradkultur in Leipzig

Im Sommer 2017 erschien die erste Print-Ausgabe von WE RIDE LEIPZIG mit einer Auflage von 1200 Stück, die schneller vergriffen waren, als man seinen Fahrradschlauch wechseln kann. Das junge Magazin stellte Unternehmen wie tex–lock und die Fahrradjäger aus Rostock vor, die sich dem Thema Fahrraddiebstahl mit innovativen Produkten widmeten.

Bereits an 100 Spots wartete dann im April 2018 die zweite Ausgabe mit sozial- und nachhaltigkeitsgetriebenen Themen auf euch. Wir erfuhren von Fahrradparkhäusern, die auf dein Rad aufpassen, radelnden Städten, E-Bike Antrieben, die auf verschleißarme Mechanik setzen, Werkstätten, die lieber reparieren als immer alles neu zu kaufen und Kurierdienste, die in wenigen Minuten deinen kompletten Haushalt organisieren.

we ride leipzig rotor

Die im August 2018 erschienene Summer-Edition (hier zu sehen) zeigt einen bebilderten Querschnitt des radelnden Leipzig. Zu sehen sind Menschen, deren Zweirad in ihrem alltäglichen Leben unersetzbar ist. Im Magazin treffen wir Egbert, den Geschäftsführer vom KREUZER mit seinem mobilen Untersatz genauso wie Burkhard Jung.

we ride leipzig kreuzer

we ride leipzig burkhard jung

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Fahrradfahren bedeutet nicht nur Lebendigkeit und leidenschaftlicher Respekt vor unserer Umwelt, sondern auch Unabhängigkeit: keine ÖPNV-Wartezeiten, keine Parkplatzsuche, keine Nachtfahrpläne.
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Und so verkündet das WE RIDE LEIPZIG Team mit seiner Jahresend-Ausgabe lautstark: “Die Fahrradsaison wird abgeschafft! Wir machen das jetzt einfach durchgehend das ganze Jahr.”

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We ride Leipzig Verkehrswende

we ride leipzig oliver viehweg.

Dem Diebstahl auf der Spur.

Gesicht zeigen gegen unsoziale Arschlöcher. Wer in einer Nacht und Nebel-Aktion ein Bike entwendet, welches mit seinem Besitzer bereits 2100 km bis nach Island und auf die Färöer Inseln auf dem Buckel hat, verdient diesen Namen. WE RIDE LEIPZIG sensibilisiert für Fahrradkriminalität, einen handfesten Diebstahlschutz und Maßnahmen, die ihr ergreifen könnt: bevor es zu spät ist.

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Hierzu gehört es z.B. sein Fahrrad registrieren und versichern zu lassen. Auch im Keller ist ein wertvolles Bike am sichersten abgedeckt. Aber definitiv: Egal, was für ein Rad ihr habt! Jedes wird beschützt!

9.000 geklaute Fahrräder im Jahr 2016 in Leipzig sind eine Hausnummer. Und dazu zählt leider auch nach wie vor Partydiebstahl als ein völlig unsolidarisches Unterfangen, das schleunigst zum Tabu werden muss! Redet darüber und sagt euch gegenseitig: Stell dir vor, es wäre deins!

We ride Leipzig Portraits

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Radstopps & Radläden in Leipzig

Doch es geht bei weitem nicht nur darum, die Leipziger zu portraitieren und auf dem We Ride Leipzig-Blog zu verewigen, sondern darum, eine unabhängige Plattform zu schaffen, um Leipzig als Fahrradstadt zu zeigen und eine Community aufzubauen, die sich über Radthemen informiert und aktiv austauscht. Leipzig hat jede Menge Geschichten auf uns abseits der Radwege zu erzählen. An allen Ecken und Enden der Stadt wird sich dem Thema Fahrrad gewidmet. Die unabhängige Inititative We Ride Leipzig widmet sich allen Themen, die Teil dieser rollenden Bewegung sein wollen.

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Hot wheels, strong poses!

Fotografieren lassen kann sich jeder, der das Projekt WE RIDE LEIPZIG und die Leipziger Fahrradcommunity supporten möchte. Robert Strehler – oder besser bekannt als „der Hutmann“ und gleichzeitig Initiator der Plattform weiß, wie man die Liebesbeziehung zwischen dir und deinem Weggefährten am besten einfangen kann.

We ride Leipzig Team

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Wann? Wie? Wo?

WE RIDE LEIPZIG
Magazin über Fahrradkultur
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Eine Antwort

  1. Freno d'Emergenza

    Als ich 2016 aus der “Autonomen Gebirgsrepublik Suhl” in die Heldenstadt gezogen bin, war ich hocherfreut über ihre Fahrradfreundlichkeit, das gute Radwegenetz und vor allem: die für mich ungewohnt große Rücksichtnahme der übrigen Verkehrsteilnehmer auf die Radfahrer. Der Grund dafür scheint mir kein Rätsel zu sein: fast jeder Fußgänger oder Kraftfahrer, vom PKW bis zur Tram, ist eben auch Radfahrer in einer Stadt, wo die Überführungen von Eisenbahnen und Schnellstraßen die schlimmsten Steigungen sind, und das Fahrrad in der Stadt jedem anderen Verkehrsmittel an Schnelligkeit “von Tür zu Tür” überlegen ist (solange es keine Winterbedingungen gibt, nicht Bindfäden regnet oder stürmt.) Einer der Gründe für diese Überlegenheit ist der Umstand, daß die StVO für Radfahrer nur den Charakter einer unverbindlichen Empfehlung hat, weil Fahrräder eben noch kein Nummernschild haben. Irgendwann wird es sicherlich kommen, genauso wie die Fahrradsteuer (“Woher soll das Geld für die Radwege denn kommen?”) Aber soweit simmer ja gottseidank noch nicht. Daß diese Fahrrad-Anarchie kein Chaos zur Folge hat, liegt eben an der großen Bereitschaft zur Rücksichtnahme, auch der Radler untereinander, jedenfalls in ihrer großen Mehrheit. Aber da gibt es eine Ausnahme und der Prototyp dieser Ausnahme ist auf dem cover dieses “we ride”-Magazins abgelichtet, was für mich eine unfreiwillige Selbstenttarnung dieser Fahrrad-Ideologen ist. Es ist ein Typ Fahrradfahrer, der einen daran erinnert, daß man nicht unbedingt ne 44er Magnum braucht, um ein Dirthy Harry zu sein – ein Carbon-Renner, ein MTB der 5000-€-Klasse oder ein “Single-Speed” reicht auch, um “Make my day!” zu sagen. Beleuchtung ? Klingel ? Sowas ist nur was für Weicheier und der richtige hardcore-Single-Speed-Dirthy-Harry hat auch keine Bremse, weil er ja keinen Freilauf hat. Und wie Dirthy Harry fahren sie: ohne Rücksicht auf Verluste, im Banzai-Kamikaze-Stil. 0,5 mm sind ein völlig ausreichender Sicherheitsabstand für diese Dirthy Harrys …

    Aber es gibt auch andere “Dirthy Harrys” der Fahrradszene der Heldenstadt, das sind die Selbsthilfewerkstätten !

    Der Schrauber meines Vertrauens heißt Mathias Wilk und residiert in der Calvisiusstrasse 44, einem unsanierten Uralt-Haus, noch mit dem Braunkohle-Dreck an der Fassade. Ich bin über Leipzig-leben zu ihm gekommen, eine andere, hier vorgestellte Selbsthilfeinitiative hatte ihn empfohlen. Und auch in dem Mathias seiner Werkstatt herrscht die Anarchie als Ordnung ohne Herrschaft. Ohne hinzugucken fischt er aus einem Haufen, der mit unbewehrtem Auge wie Metallschrott aussieht, genau den Schlüssel den Du brauchst, und er hat für alles und jedes Problem eine Lösung, auch wenn er dazu sein Schweißgerät anschmeissen muß. Du selbst bist der Bimbo (was von der Ethnie unabhängig und rein soziologisch gemeint ist), der macht, was Massa Mathias ihm anschafft und nachher geht Dein Fahrrad wieder und es hat pro angefangene halbe Stunde siebenfuffzig gekostet. Und Du hast wahnsinnig viel gelernt, auch weil es beim Fahrradtherapeuten Wilk grundsätzlich Gruppentherapie gibt. Die Patienten helfen sich gegenseitig. Und es ist immer alles Werkzeug da, was man braucht und meist auch alle Ersatzteile. Was nicht da ist, bestellt der Mathias beim Großhandel und ein paar Tage später isses dann da und wenn’s nicht passt, wird’s vom Mathias passend gemacht.

    Diese Selbsthilfewerkstätten tragen sehr viel zur Fahrradkultur in der Heldenstadt bei und verdienen eine entsprechende Würdigung !

    Also, liebe Adelina, wenn Dein Drahtesel mal wieder zickt, bring es doch mal nicht in den Fahrradladen, sondern mach Dir selbst die Finger dreckig !

    Es lohnt sich !

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